Jahresbericht 2009
Wenn man auf die
Veranstaltungen des letzten Jahres zurückblickt, von denen besonders die 11.
Landesponyschau in Verden und das erste Fohlenchampionat für alle Rassen in
Steyerberg zu erwähnen sind, findet man nichts was auf eine Krise hinweist.
Auch aus den statistischen
Zahlen lässt sich nicht die unmittelbare Krise ablesen, die sonst 2009 in aller
Munde war.
Tabelle 1 - Entwicklung des Mitgliederbestandes
Bezirksverein Stand
01.01.09Zugänge
2009Stand
31.12.09Abgänge
2009Stand
01.01.10Hannover 601 47 648 51 597 SHB 311 22 333 25 308 Lüneburg 502 27 529 48 481 Stade 667 45 712 64 648 Summe 2.081 141 2.222 188 2.034
Tabelle 2 - Stutbucheintragungen
Rasse
S1
S2
V
Total
Islandpferd
109
2
-
111
Deutsches Reitpony
97
2
9-
108
Shetlandpony <87 cm
32
1
-
33
Haflinger
31
-
-
31
Shetlandpony
20
-
-
20
D.PB.Shetlandpony
17
-
3
20
Dt. Classic Pony
19
-
-
19
Welsh-B
18
-
-
18
Fjordpferd
9
-
-
9
Edelbluthaflinger
8
-
-
8
Kl.Dt. Reitpferd
4
4
-
8
Welsh-D
7
-
-
7
Welsh-A
5
1
-
6
Connemara
5
-
-
5
New Forest
5
-
-
5
Dartmoor
4
-
-
4
Tinker
4
-
-
4
Welsh-C
4
-
-
4
Dülmener
2 - - 2 Lewitzer 2 - - 2 Fellpony
1
-
-
1
Mangalarga March
1
-
-
1
Paso Peruano
1
-
-
1
Total
405
10
12
427
Prozent
94,85 %
2,34 %
2,81 %
100,0%
Angeführt wird diese Liste von den Islandpferden vor den Deutschen Reitponys. Im letzten Jahr war es noch umgekehrt. Die Minishetlandponys haben die Haflinger von Platz 3 auf Rang 4 verdrängt. Insgesamt hat die Gruppe der Ponys unter 112 cm deutlich (33 %) zugenommen. Die Zahl der registrierten Fohlen (Tab. 3) vom Vorjahr wurde auch fast erreicht. Es fehlten nur 17 Fohlen. Die Islandpferde stellten die meisten Fohlen vor den Deutschen Reitponys. Der Abstand zwischen diesen beiden Rassen hat sich von 19 auf 4 verringert. Bei den Islandpferden sind die Fohlenzahlen in den beiden letzten Jahren leicht rückläufig, wogegen sie bei den Reitponys leicht ansteigen. Ebenfalls nicht als kritisch anzusehen ist die Entwicklung bei dem gesamten eingetragenen Pferdebestand (Tab. 4). Hier sind insgesamt 99 Ponys weniger (3 Hengste, 96 Stuten) zu verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang von 2008 im Vergleich zu 2007 war mit 75 Ponys noch etwas geringer, aber in den Jahren davor waren die Rückgänge deutlich größer. Es ist zu hoffen, dass die rückläufige Tendenz, wie es die letzten beiden Jahre zeigen, im Rahmen bleibt. Bei Betrachtung der einzelnen Rassen ist festzustellen, dass die Deutschen Reitponys weiterhin die stärkste Rasse sind. Bei den Stuten ist nur ein Rückgang von 4 Stuten festzuhalten. Die Rasse Edelbluthaflinger ist erstmals mit einer größeren Zahl (6 Hengste, 27 Stuten) vertreten, was durch Umschreibungen automatisch einen größeren Rückgang bei den Haflingern zur Folge hat.
Tabelle 3 - Vorgestellte Fohlen pro Rasse
Rasse
Anzahl Fohlen
Vergleich z. Vorjahr
Islandpferd
368
- 9
Deutsches Reitpony
364
+ 6
Haflinger
69
- 6
D.PB. Shetlandpony
54
+ 3
Shetland Pony <87 cm
45
- 1
Dt. Classic Pony 32 -25 Welsh-B
30
- 5
Edelbluthaflinger
25
+ 3
Shetlandpony
24
+ 1
Fjordpferd
19
- 11
Connemara
16
+ 6
New Forest
16
- 8
Welsh-A
14
- 12
Welsh-D
12
+ 4
Mangalarga Marchador
6
+ 1
Tinker Pony
6
+ 5
Dülmener
5
+/- 0
Dartmoor
4
+/- 0
Paso Peruano
4
- 2
Welsh-C
4
+ 1
Hackney Pony
3
+ 1
Fellpony
2
+ 1
Kl. Deutsches Reitpferd
2
+ 1
Lewitzer 1 + 1 Pony of the Americas
1
+/- 0
Tarpan
1
- 1
Aegidienberger
0
- 1
Ohne Rasse/grüner Pass
65
+ 30
Summe
1.195
- 17
Tabelle 4 - Pferdebestand nach Bezirksvereinen
Hannover Südhann.BS Lüneburg Stade Summe Vergl.Vorjahr H S H S H S H S H S H S Fjord 3 3 1 19 4 25 2 27 10 74 10 70 Haflinger 5 76 6 56 6 62 6 77 23 271 32 328 Edelbluthafl. 4 7 1 3 0 2 1 14 6 27 0 2 Isländer 31 134 14 64 63 314 18 133 126 645 117 677 M.Marchard. 1 2 1 4 3 11 0 0 5 17 5 14 P.Peruano 1 3 2 0 1 3 0 4 4 10 4 14 Connemara 0 3 2 4 4 15 3 9 9 31 9 29 Dartmoor 2 0 1 2 1 6 0 1 4 9 5 11 D.Reitpony 55 267 5 69 16 112 43 255 119 703 109 707 New Forest 1 9 4 4 4 43 7 20 16 76 17 80 Welsh-A 7 17 1 7 0 4 3 10 11 38 14 43 Welsh-B 14 36 1 9 1 18 6 27 22 90 23 89 Welsh-C 1 3 0 0 0 0 1 4 2 7 3 6 Welsh-D 4 10 4 13 3 3 1 9 12 35 12 33 Veredler u.Spezialrass. 2 13 0 2 1 10 3 12 6 37 11 44 Kl.Reitpferd 0 3 0 0 0 1 2 7 2 11 2 13 Shetl.pony 6 32 2 11 7 27 6 36 21 106 24 113 Shetl.P<87 13 44 4 20 1 6 5 26 23 96 23 86 D.P.B.Shetl. 4 20 1 12 3 23 3 35 11 90 11 116 D.Classic P. 5 17 11 35 1 4 2 16 19 72 20 67 Dülmener 0 0 0 0 1 7 0 0 1 7 1 6 Hackney P. 0 0 1 5 1 1 0 0 2 6 2 6 Tinker 1 3 1 0 0 1 1 0 3 4 3 3 Tarpan 0 2 0 0 0 1 0 0 0 3 0 2 American Minat.Horse 0 0 0 3 0 0 0 0 0 3 1 2 Aegidienb. 0 1 0 1 0 0 0 0 0 2 0 2 Fellpony 0 0 0 1 1 0 0 0 1 1 3 2 Highland 0 0 1 1 0 0 0 0 1 1 0 3 Konik 0 0 0 0 0 1 0 1 0 2 1 2 Quart.Horse 0 1 0 0 0 1 0 0 0 2 0 2 Lewitzer 0 1 0 0 0 0 0 1 0 2 0 0 Pony of the Americas 0 0 0 0 1 0 0 0 1 0 1 1 Pura Raza Espanola 0 0 0 0 0 0 1 0 1 0 1 0 Summe 160 707 64 345 123 701 144 725 461 2.478 464 2.574
In Tabelle 5 ist bei den Bedeckungen eine als kritisch zu bewertende Zahl festzustellen. Der Rückgang zum Vorjahr beträgt 279 und ist mit 1560 Bedeckungen die niedrigste Zahl seit 20 Jahren. Die höchste Zahl war in diesem Zeitraum 3246, also mehr als doppelt so hoch. Die aus den Bedeckungen resultierende Zahl der Fohlen schwankt zwischen 55,6 und 76,7 Prozent. Der Durchschnitt der letzten 20 Jahre sind 65,2 %. Bei 1560 Bedeckungen sind also 1017 Fohlen im Jahr 2010 zu erwarten. Dies wäre ein Rückgang von 178 Fohlen. Bei dieser Aussicht kommt trotz der anderen recht guten Zahlen etwas Krisenstimmung auf. Neben dem Interesse für einen modernen, gut organisierten Verband, der seinen Mitgliedern als Serviceunternehmen zur Verfügung steht, muss vermehrt das Interesse für unsere Ponys geweckt werden.
2005
2006
2007
2008
2009 neu eingetragene Stuten
455
412
430
416
427 registrierte Fohlen
1.305
1.234
1.244
1.212
1.195 Bedeckungen
1.824
1.621
1.738
1.839
1.560
Verkaufsargumente für unsere Produkte sind u. a.:
- Anpaarung von selektierten Elterntieren
- Artgerechte und gesunde Aufzucht durch die Mitglieder des Verbandes
Da dies in der Regel nicht ausreicht müssen die Ponys, die zum Verkauf angeboten werden, solide, für den Reit- oder Fahrsport ausgebildet sein. Nur bei erfolgreicher Vermarktung ist der Züchter motiviert weiterhin zu züchten, d.h. Ponys für den Markt zu produzieren. Die Gemeinschaft der Züchter, die schon im letztjährigen Bericht angesprochen wurde ist weiterhin gefragt. Wenn man zur Ausbildung nicht immer teures „Know-How“ einkaufen muss, sondern sich nach seinen Möglichkeiten untereinander hilft, hat jeder einen Vorteil und die Zuchtprodukte können zu guten Konditionen am Markt positioniert werden.